Nicht immer steckt drin, was draufsteht!

Nicht immer steckt drin, was draufsteht!

By FBP Redakteur 20. November 2020 0 Comments

AMA, ein behördlich anerkanntes Gütezeichen, sollte Auskunft über nachvollziehbare Herkunft geben, hohe Qualität bieten und unabhängig kontrolliert werden.
Qualitätsanforderungen, die deutlich über gesetzliche Bestimmungen hinausgehen.

Neben den verpflichtenden Selbstkontrollen der Betriebe, gibt es regelmäßige Kontrollen durch staatlich akkreditierte Prüfer.

Es handelt sich also um ein hochwertig und streng kontrolliertes Nahrungsmittel, dass zu 100% nachvollziehbar sein soll.
Fleisch darf nur mit einem AMA-Gütesiegel versehen werden, wenn die Tiere in Österreich geboren, gefüttert, geschlachtet, und zerlegt werden.

An sich, sicher ein guter Ansatz und ein wunderbares Konzept!
Es kann aber nicht immer nur und permanent geprüft und kontrolliert werden. Zum einen wird gesagt, dass Kontrollen stattfinden, ohne Termin oder Vorankündigungen, zum anderen ist man verwundert, dass es dann dennoch nicht so ist.
Es gibt genug Betriebe, die wissen, wann der Prüfer kommt, um rechtzeitig alles zu richten, wie es sein soll und wie es den gesetzlichen Vorschriften entspricht.

Warum darf man wohl bei den meisten Betrieben nicht in den Stall oder zu den Tieren? Es sind nicht immer nur die Hygiene Bestimmungen.

Leider herrschen in sehr vielen Betrieben, wo Tiere gehalten werden, vor allen in den Ställen, rege Zustände. Die Tiere zusammengepfercht auf engsten Raum, im eigenen Dreck und Kot.
Die Tiere stehen auch meistens unter Stress. Im Grunde geht es nur um eine schnelle Aufzucht.

Und warum das Ganze? Sicher nicht um Qualität zu schaffen, die es schon lange nicht mehr gibt!

Nein, Geld zu schöpfen ist der einzige Grund!

Gut, dass es Auflagen gibt, wie und was gefüttert wird, wo die Tiere geboren, geschlachtet und zerlegt werden.

Die Tierhaltung und dieses massiv schnelle Heranzüchten und Hochfüttern gehört genauso gesetzlich geregelt. Aber nicht so wie es gerade ist, sondern mit mehr Platz für die Tiere, stressfreiere Tierhaltung und nicht dieses „Friss dich hoch“ – Prozedere.
Wir wissen alle, dass diese Betriebe auch leben müssen. Platzsparende Haltung bedeutet mehr Tiere, mehr Profit. Die Tiere müssen gefüttert, kastriert und geimpft werden, unter dem Strich bleibt hier nicht viel.

Es darf auch nicht sein, dass man Gesetze oder Kontrollen übergehen kann!
Dies soll und muss verhindert werden!

Wie kann es sein, dass man weiß, wann der Prüfer zur Kontrolle kommt und sich der Betrieb danach richten kann?

Natürlich bekommt man auch als Betrieb, wenn man diese gesetzlichen Auflagen alle einhält, eine Förderung. Sicher ist es gut für die Betriebe, aber wie viele sind nur auf diese Förderung aus und mit geringstem Aufwand diese zu bekommen.

Lösungsansätze:

  • Die Tiere bekommen mehr Freiraum und werden nicht nur, aus Profitgründen, schnellstmöglich gemästet.
  • Man kann auch auf natürliche Art und Weise füttern, es dauert halt länger.Aber die Qualität ist dann auch besser und in dem Fall, ist der Bürger auch bereit, etwas mehr dafür zu bezahlen, wenn er weiß, dass wirklich gute Qualität dahintersteckt.
  • Die Förderungen müssen erhöht werden und diese darf man auch nur dann bekommen, wenn wirklich alle Auflagen erfüllt sind, ohne Ausnahmen und „Augen zudrücken“.
  • Die Prüfer müssen unangemeldet und regelmäßig in verschieden Zeitabständen kontrollieren, um sicher zu gehen, dass man dies nicht umgehen kann.
  • Nicht immer denselben Prüfer zu einem Betrieb schicken, sondern immer rotierend einen oder mehrere Prüfer auf einmal schicken, die auch regelmäßig gewechselt werden. Somit könnte man hier schon einiges ausschließen.

Tiere gehören genau so mit Respekt behandelt und sollen auch ein schönes Leben haben und nicht das Licht und die frische Luft das erste und letzte Mal kennen lernen, wenn es vom Züchter zum Schlachter geht.

Wenn wir gemeinsam aufstehen, dann können wir zusammen genau solche Ziele schaffen und unser Heimatland, gemeinsam, in eine bessere Zukunft bewegen!

Euer
Thomas Matyus
Freie Bürgerpartei Burgenland